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Basler Fasnacht

Basel

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Oertel
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 27 Dezember 2010

Eine Fasnacht ganz anderer Art. Ich war vor ein paar Jahren dabei, regelmäßig. Meist sind wir mit den PKW und ab und zu mit dem Reisebus angereist. Wir hatten ca 60 km Anreiseweg.
Wenn um Punkt 4h morgens in Basel die Lichter ausgehen und der Umzug beginnt, bekomme ich jedesmal Gänsehaut. Die Kostüme sind toll und jeder hat ein Lichtlein bei. Wenn das Haupt vorbei ist, gehen die meisten noch in eine Wirtschaft oder geniesen noch eine Bratwurst am Stand. Tolle Musik....nur..zuviel Zuschauer :-)

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Fi82
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 30 September 2010

Als ich 5 Jahre alt war, bin ich zum ersten Mal an der Basler Fasnacht mitgelaufen- damals hat sie mich schon in ihren Bann gezogen. Als ich dann mit 6 Jahren mein erstes Piccolo (Blasinstrument) bekam, war es ganz um mich geschehen...

Die Basler Fasnacht beginnt jedes Jahr pünktlich morgens um 4 Uhr (immer an einem Montag). Es werden alle Lichter ausgemacht und die Cliquen (Musikgruppen) zünden ihre Laternen (Kopflaternen, grosse Laternen und Steckenlaternen) an. Es ist jedesmal wieder ein grossartiges Erlebnis und bereitet mir Gänsehaut, wenn die Cliquen sich in Bewegung setzen und als erstes den "Morgenstraich" spielen. Der Morgenstraich dauert bis ca. 8 Uhr, denn dann ist es meistens schon hell und man sieht leider nicht mehr viel von den bunt bemalten Laternen.

Am Montag Nachmittag gibt es den "Cortège". Dieser hat zwei Routen: Einmal die innere und die äussere Route. Die Cliquen müssen am Montag und Mittwoch jeweils eine der beiden Routen laufen. In der Stadt findet man überall ein Plätzchen, wo man sich das bunte Treiben ansehen kann. Am Umzug nehmen Cliquen, Guggenmusiken, Chaise (Kutschen), Einzelmasken und auch Waggiswagen teil. Leider gibt es manchmal auf den Routen etwas "Stau", so dass der Umzug nicht immer flüssig läuft (aber irgendwann kommt jeder an). Es macht grossen Spass dem Umzug zuzusehen und sich mit Räppli (Konfetti) beschmeissen zu lassen. Einziger Minuspunkt: Mir ist in den Jahren aufgefallen, dass immer mehr Kinder sich richtiggehend auf die Wagen "stürzen", so dass man als Erwachsener ziemlich auf seine Füsse aufpassen muss. Auch sollte man, wenn etwas geflogen kommt, es auffangen... denn sonst sind da tausend kleine Kinderhände, die nach allem grabschen, was sich bewegt ;).

Am Dienstag ist dann Kinderfasnacht, wo die Kleinen die Grössten sind. Es gibt natürlich auch Cliquen, die dann durch die Gassen gehen und die kleinen musikalisch unterstützen. Der Abend gehört dann den Guggenmusiken, welchen auf div. Plätzen ihre Stücke zum besten geben (hier sollte man früh anreisen, um einen guten Platz zu bekommen). Es ist immer ziemlich eng auf den Plätzen, aber die Stimmung ist einfach fantastisch!!!!

Am Mittwoch ist dann der letzte Tag, wo nochmals alle aktiven Fasnächtler Vollgas geben. Auch hier gibt es wieder Cliquen, Chaisen, Wagen, etc. Am Mittwoch Abend ist es immer gut, sich nach zu einem Wagen hinzustellen, denn dann werfen die Leute auf den Wagen noch alles raus, was sie nicht losgeworden sind ;).

Egal, wo ich bin und wie es mir geht: Die Basler Fasnacht ist einfach jedes Jahr ein muss für mich! Sie ist so vielseitig und bietet für jedermann etwas: Ob man nun gerne in einem Restaurant sitzt, um sich Schnitzelbängg (Reime) anzuhören oder draussen bei den Wagen... Es ist immer etwas los und glaubt mir, wer die Fasnacht einmal gesehen hat, den wird sie nicht mehr loslassen (bei mir war es zumindest so).

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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 5 April 2009
(aktualisiert am 18 April 2009 )

Was wäre Basel ohne Fasnacht und Pharma. So ist´s aber ein feines Städtli. Besonders erwähnenswert ist zudem die sensationell hohe Zahl der Agglomerationsbewohner von über 800K.
Des isch scho kein Städli me, des isch e Grossstädtli.

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  • mätzli, 7 April 2009:

    Wenn man Fasnacht richtig schreibt wird das “Städtli” ( 800’000 Agglomerationsbewohner) gleich noch viel feiner. :-))

  • maedi, 21 April 2009:

    Ich finde grundsätzlich diese 800’000 Bewohner schon faszinierend - und vor allem, was diese ganz konkret mit der Fasnacht zu tun haben…

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mätzli
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 23 Januar 2009

Noch eine kleine Anmerkung: Die Fasnacht, wie wir sie heute erleben, ist noch gar nicht so alt
Den Morgestraich als ritueller Startschuss gibt es in dieser Form erst seit ca. 140 Jahren. Er beruht aber immerhin auf der Tatsache, dass die Familien im Mittelalter ihre wehrfähigen Jünglinge zur Waffenmusterung in aller Hergottsfrühe begleiteten, mit Fackeln, Trommeln und im gemessenen Reisläuferschritt, also dem langsamen, wiegenden Schritt der ins Feld ziehenden Kämpfer im Harnisch.

Mittlerweile ist das Repertoire der gespielten Märsche längst nicht nur alterhergebrachtes Brauchtum. Wohl sind die “Alten Schweizer Ordonnanzmärsche” mehrere Hundert Jahre alt, doch
öffnet sich dem geübten Ohr ein Kaleidoskop der europäischen Musikgeschichte bis in die heutige Zeit.

Britische Militärmelodien sind beim Arabi (“the British Grenadier” resp. “Garryowen” ) zu finden. Schottische Weisen erklingen beim Whisky Soda, Gin & Tonic, und “de Brite”.

Französische Claironmelodien erblühen beim “Sambre & Meuse” und dem “Saggoddo”. Das Rückzugssignal der napoleonischen Truppen ist bei der “Retraite” zu hören.

und amerikanisch tönts beim “Yankee” und dem “Washington Post”

Zu Jazzmelodien versteigen sich die Pfeifer und Trommler bei den genial geschriebenen Märschen “Ohremyggeli” und “Nunnefirzli” des bekannten Jazzmusikers und Baslers Georges Grunz

Am romantischsten ist aber, wenn eine Pfeifergruppe durch eine stille Gasse zieht und die Brandenburgischen Konzerte von Bach intoniert ( Dr Brandeburger) oder ein Medley klassischer Musik ( dr Barogg)

Die Vielfalt der Märsche, die verschiedenen Tempi machen den Reiz des Mitmarschieren (vulgo “gässle”) aus. Spitzt die Ohren. Ihr werdet viele Melodien erkennen.

Übrigens beherrscht kein Basler alle existierenden Märsche, denn es sind deren Hunderte, und eine Clique hat ein Repertoire von vielleicht 30 - 40.

Die Basler berauschen sich an der Fasnacht nicht primär am Alkohol, sondern an der Musik, und den Farben. Sie machen diese Musik nicht etwa fürs Publikum, sondern für sich; versunken, fast in Trance, und glücklich, wenn die Trommelstreiche absolut synchron aufs Fell donnern. Rädäbäng!

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    FrauMüller, 5 Februar 2009:

    ;-)

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 4 März 2009:

    ...und nach dem diesjährigen Moorgestraich incl Deiner wundervollen vorheriger Einführung ist dieser Bericht für mich nochmals ein Hineinschlüpfen in für mich leider nur 2 1/2 Basler Fasnacht-Tage -
    danke vielmals

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snoopymaus
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 1 Dezember 2008

D basler Fasnacht isch eimoolig
Wer noch nie am Morgenstreich war hat etwas im leben verpasst. Die Stimmung wenn Basel nur noch von Kopfläternen und grossen Sujetlaternen erleuchtet ist und alle um punkt 4 Uhr mit dem gleichen Marsch die Fasnacht beginnen ist grandios.
Auch die Nachmittagsumzüge am Montag und Mittwoch sind Farbenfroh und anderst als an Andern Orten, da viele Regionalen Themen in die Kostüme eingearbeitet werden.
Am Dienstag Abend ist Guggenmusik auf den Plätzen angesagt.
Und zu allen Tagen gehört abends das Gässle der Cliquen und die Schnitzelbänk und Guggen in den Restaurants.
Es ist nicht zu vergleichen mit deutschen Fasnachtsumzügen, da bei uns das Publikum ungeschminkt und die Aktiven unter Larven (Masken) verborgen sind. Auch ist die Zusammensetzung der Umzüge anderst, da nicht nur Guggen und Waagen unterwegs sind sondern viele Pfeiffer und Tambouren, Einzelmasken und Pferdewagen.

Eifach nur schöön

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  • Martina Kobs-Metzger, 22 Januar 2010:

    Ja, die ist wirklich eimoolig.

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Susi83
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 1 September 2008

Basler Fastnacht.

Mmh, selber war ich noch nicht dort. Mir wurde aber schon viel, viel von der Basler Fastnacht erzählt. Es muss ne mega, geile Fastnacht sein. Es geht um 4 Uhr los und die ganze Stadt wird dunkel, schon diese Vorstellung macht mich neugierig.

Und da ich selber 18 Jahre in einem Karnevals Verein gewesen bin, muss ich mir das glaube auch einmal ansehen. So wie die Leute hier drin schreiben ist es ne mega grosse Party.

Also Leute nächstes Jahr bin ich dann auch mal dabei, glaube das muss man einfach mal miterlebt haben.

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  • mätzli, 3 September 2008:

    Nun, mit Party würde ich das Ganze nicht überschreiben, da Du ansonsten vielleicht enttäuschst wirst. Es ist eine andere Fasnacht; eher ein open air Familienfest für Hunderttausende (Einheimische UND Gäste). Ein Rausch von Farben, Trommel- und Piccoloklängen, von Kostümen und beleuchteten Laternen, in das die ca. 15’000 Aktiven Hunderte von Stunden der Vorbereitung investieren, aber weder eine “Sause” im weinfreudigen Sinne, noch ein Anlass, wo geschunkelt oder auf der Strasse gesungen wird. Es ist mehr eine Rendez-vous mit dem Mittelalter in einer historisch gewachsenen Stadt.

    Ich schreibe das hier deshalb, weil ich auch schon Leute getroffen habe, die enttäuscht und belämmert in einer Ecke sassen, und nicht begreifen wollte, warum sie mit ihrer ulkigen Gumminase und dem Funkemariechenkostüm links liegen gelassen wurden, weil sie so etwas wie “Karneval” erwartet haben, was die Basler Fasnacht definitiv nicht ist. Es lohnt sich also, vorgängig etwas im Internet zu schmökern, und sich ein Bild zu machen. z.b.:

    www.fasnacht.ch

    Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Spass. Lass es auf Dich wirken, und erzähl dann, was Du erlebt hast. Jeder Gast nimmt die Fasnacht wieder anders wahr.

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margie
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 14 Februar 2008
(aktualisiert am 16 Februar 2008 )

Die drey scheenschte dääg

11.2. 2Uhr30 ufstoo aaleege uuse kalt warte spannig vieri dunkel moorgestraich kopfladärne gänsehuut loose laufe yne mählsubbe, ziibelewaie wysswy laufe loose hai schloofe ufstoo aaleege uuse cortege sunne sujet zeedel waggis dääfi orange clique vortrab einzelmassge, mimose comite blaggedde gugge binggis jungi garde alti garde stamm druggede no meh orange kalt kaffi spillmaa laufe loose scheen yne znacht uuse luege yne schnitzelbängg uuse laufe loose luege fründin treffe no meh tamboure und pfyffer sensationswetter luege loose nit hai welle doch hai go schloofe
12.2. ufstoo goschdym probiere laarve repariere trääne ändlig uuse kinderfasnacht leiterwage binggis eltere voll räppli däfeli charivari ladärneuustellig värsli kynschtler toll voll familie träffe die griene hind guggestärnmarsch uf dr mittlere brugg haseburg gifthyttli ässe guggekonzert schränze gässle schyssdräckzyygli luege tolli goschdym loose mied schweri bei sitze laufe hai schloofe
13.2. ufstoo aaleege uuse cortege inneri route üsseri route nomol waggis räppli riebli chaise wääge clique obmaa dambourmajore ladärne gugge tolli sujet helge blätzlibajass alti tante harlekin pierrot ueli stuune cliquekäller kalt yne ässe kääswaie warm aaleege uuse luege loose laufe gniesse schnitzelbängg requisite e huufe lüüt aatreffe alles nomol yne suuge am vieri isch schluss ändstraich hai schloofe schloofe schloofe.

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  • Liesl, 14 Februar 2008: :)
  • Johanni, 14 Februar 2008: ?!!!
  • Liesl, 14 Februar 2008: Ziemlich gute Atmosphäre scheint mir, soweit zumindest meine Übersetzungsleistung – als Sprachunkundige.
  • hotzenplotz, 14 Februar 2008: schloofe schloofe schloofe versteh ich.
  • Liesl, 14 Februar 2008: hai! (das japanische mein ich)
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 14 Februar 2008: margie Du bist suuuper und ... wart Ihr das neben den Schyssdräckzyygli am Rümelinsplatz ???
  • vilmoskörte, 14 Februar 2008: goschdym gefällt mir besonders ;-)
  • Kixka Nebraska, 14 Februar 2008: goschdym ist schon mein Liebling !

    Dynamisches Taggen auf rätoromanisch,
    tippt die Hamburgerin mal...
  • Liesl, 14 Februar 2008: gospodin? wessen?
  • Kixka Nebraska, 14 Februar 2008: (Danke fürs Nachbessern - ich sitze seit 3 Minuten im Bett und versuche auf unterschiedliche Weise 'gospodin?' auszusprechen)

  • margie, 15 Februar 2008: Liebe Leute, vielleicht sollte ich noch die Übersetzung nachliefern??
    Tipp, laut lesen, dann erschliesst sich einiges.
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 15 Februar 2008: und das mit dem laut lesen machen wir dann bitte in fröhlicher Runde.....- ich finde es einfach grandios geschrieben - danke margie
  • margie, 15 Februar 2008: gospodin?? Russen waren dies Jahr auch auf den Laternen(Laddäärne), auch kyrillische Buchstaben.
    Oder doch lieber goschdym (Kostüm)?
  • Liesl, 15 Februar 2008: Und was ist nun wirklich mit hai? fisch?
  • margie, 15 Februar 2008: @liesl, Fische schwimmen nach 1986 Schweizerhalle wieder im Rhein, allerdings keine Hai fische.
    hai, heim, nachhause. Die Basler Schriftgelehrten streiten sich allerdings über die korrekte Umsetzung des Dialekts in Schrift.
    hai, hei, hey oder hay.
    @Fraumüller, ja an der nächsten Fasnacht machen wir einen crashkurs in baseldytsch mit allen anwesenden qypern. ych frai my druff.
  • Liesl, 15 Februar 2008: @Kixka: Nachdem wir jetzt verbindlich wissen, dass weder "goschdym" noch "gospodin" rätoromanisch ist, kannst du dir die dritte Aussprachevariante sparen.

    @margie: Nach deinem Sprachkurs hab ich mir jetzt eine Lieblingswortfolge aus deinem Gedicht gepickt: nit hai welle doch hai go!
  • Liesl, 15 Februar 2008: Ja, ich weiß, welle heißt nicht Welle.
  • Kixka Nebraska, 15 Februar 2008: qypylonisches Wirrwarr.
    Sprachliches.

    luschtig.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 15 Februar 2008: und eben erst Deine tollen Bilder entdeckt....
    gratuliere und danke sehr......
  • margie, 15 Februar 2008: Super, Ihr sprachgewandten qyper, ihr lernt sehr schnell.
    Da freu ich mich doch schon mit Euch nächstes Jahr " e crashkurs fyr Baseldytsch" zu machen.
  • Lenz, 16 Februar 2008: Selbst für einen Schweizer schwierig. Gott sei Dank habe ich "ziibelewaie" verstanden. Sonst ginge ich jetzt hungrig ins Bett.
  • margie, 16 Februar 2008: @lenz, geht mir auch so, sprechen und schreiben find ich leichter als lesen. Deshalb mein Tipp(s.o.): laut lesen.
  • Caline, 17 Februar 2008: margie...deine beitrag ist balsam auf meine heimweh-seele...! tausend dank dafür - auch für die wudnerschönen fotos!!!
    caline
  • margie, 20 Februar 2008: @caline, stecksch du unter einere vo dene Waggislarve? Merci für das scheeni Föteli.
  • Lenz, 2 April 2008:

    Den Bericht habe ich nun zum dritten Mal durchgelesen. Großartig, margie.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 2 April 2008:

    Lenz- dieser Bericht ist ein “gegen-schlechte-Laune-Mittel” - immer mal wieder -laut- lesen ist schööööön….
    es heißt also nicht mehr “hopp schwiiiz”, sondern “hopp margie”

  • Lenz, 2 April 2008:

    Aber klar doch, da lachen nicht nur die Hühner.

  • hotzenplotz, 2 April 2008:

    Wäre versucht, zu schreiben “Aufgenomen in die Liste Rund um den Hund”, Lenz.
    Ich lass das aber lieber.
    Als ich den Beitrag von Margie neulich laut zu lesen versuchte, sind hier alle zusammengebrochen. Fassungsloses Entsetzen.

  • margie, 2 April 2008:

    @Hotzenplotz Das möchte ich sehen, lauter zusammenbrechende Hanseaten, ich komm vorbei und versuche es auch einmal mit dem Vorlesen,
    @Lenz und FrauMüller Danke

  • hotzenplotz, 2 April 2008:

    Aus Deinem Mund klingt das bestimmt sehr hübsch, da wird keiner lachen. Das haben wir dann davon.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 19 April 2008:

    ..nicht wahr ?? ;-))

  • margie, 15 Mai 2008:

    Bis jetzt nicht, aber bei diesem Beitrag wäre es vielleicht wirklich hilreich. Ich hab schon überlegt, ob ich eine hochdeutsche Uebersetzung ranhängen soll.

  • Martina Kobs-Metzger, 22 Januar 2010:

    Hihi, eine hochdeutsche Übersetzung wär vielleicht gar nicht so schlecht .

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 22 Januar 2010:

    liebe Martina- da mußt Du durch........ und wenn Du`s laut liest, dann ist´s noch schöner.....

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: FrauMüller
FrauMüller
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Beitrag zu Basler Fasnacht vom 22 März 2007

Der Basler "Moorgestraich"-
immer Montags früh 4 Uhr nach unserer Faschingswoche.
Der "Moorgestraich"- entweder man liebt ihn ganz, oder gar nicht - "ein bißchen schwanger gibts nicht" !!
Ein ganz eigenes Gefühl, als ich früh 3 Uhr an der Jugendherberge BaselCity loslaufe- die ersten Meter noch alleine und plötzlich sind sie da- sie steigen aus Bussen, Trams und quellem aus vollen Zügen : Menschenmassen ziehen Richtung Altstadt, Richtung BarfüsserPlatz, Marktplatz und angrenzende Gassen. Gemurmel und Lachen - erwartungsvoll füllt sich die Innenstadt!
Mein Standort ist der gleiche wie letztes Jahr: am "Bafi" mit Blick auf die Standuhr, Viertel nach 3 beziehe ich Stellung- schnell noch einen Becher Kaffee geholt und dem emsigen Treiben zugeschaut.
Da wird noch eine Kopflaterne montiert, da eilt ein "Pfiffer" zum Treffpunkt, da ein "Drummler", manch kritischer Blick geht nach oben- hält das Wetter?- hört der Nieselregen rechtzeitig auf ?
Diese einmalig schöne Stimmung- immer wieder geht mein Blick zum recht schnell vorrückenden Zeiger der Uhr- langsam wird es dunkler- die Basler löschen die Lichter, immer wieder höre ich kurzes Eintrommeln, Einpfeifen und endlich ist es soweit : die gesamte Innenstadt ist schwarz vor Menschen und doch ist kein Ton mehr zu hören- ich achte nur noch auf den Zeiger der Uhr und Punkt 4 Uhr erlöschen die letzten Lichter-
das Kommando "Moorgestraich-vorwärts-marsch" ertönt und ALLE !! Züge beginnen gleichzeitig mit dieser wundervollen, fast meditativen Musik, setzen sich gleichzeitig gemessenen Schrittes in Bewegung : Gänsehaut pur und zum Weinen schön !!
Immer wieder faszinierend, wie sich diese Gruppen wie endlose Bandwürmer durch die Strassen und Gassen bewegen- aneinander vorbei, umeinander herum, sie kreuzen und begegnen einander ohne Schwierigkeiten, ohne "Reibereien" und aus der anfänglich gleichen Melodie ist längst eine Art Kanon geworden, unvergleichlich schön.
Irgendwann schließe ich mich einem Zug an, gehe im Gleichschritt hinter dem letzten Drummler, verschmelze im Rhytmus der Musik.
Als "meine" Gruppe pausiert, sich aufwärmt und die wohlverdiente Mehlsupp ißt- schließe ich mich der nächsten Gruppe an und noch einer...und ziehe so Stunden durch die Innenstadt- verschmelze mit "meinen" Gruppen, getragen durch die Musik.
Gegen 9.30 Uhr pausiere ich- gehe frühstücken, duschen und ausruhen, um mich nachmittags wieder ins Gewühl zu stürzen.
Immer wieder nicht nur ganze Gruppen, einmalig der Klang eines einzelnen Drummlers oder Pfiffers...
Immer wieder begegnen mir einzelne, mal 2 oder 4 Musikanten und aus allen Richtungen ertönt die Morgestraich-Musik.
Irgendwann geh ich müde und glücklich "nach Hause" .
Und -unvorstellbar in Deutschland, jedoch üblich in Basel- wache ich nachts, nein morgens genau 3.46 Uhr auf, als ein einsamer Drummler heimwärts zieht : gemessenen Schrittes und -natürlich!- trommelnd.
Glücklich fahre ich am nächsten Tag wieder gen Norden, unterhalte begeistert das ganze Zugabteil, als ich einen mitreisenden "Moorgestraichler" an der "Plagedde", dem Anstecker erkenne und wir uns austauschen.
Und zuhause fahre ich schnell den PC hoch :
Basel / Basler Fasnacht / webcam : bis Mittwoch-Mittag geniesse ich noch den Blick auf den Spalenberg - sehe und höre Gruppen und Grüppchen und immer wieder einzelne Musikanten und kann so gar nicht genug davon bekommen.
Basel, ich komme wieder !

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  • Lenz, 22 März 2007: Fantastisch. Klasse. Unglaublich. Zeugt von Begeisterung und Liebe. Dickes Kompliment.
  • DocRS, 23 März 2007: Basler Fastnacht sollte man in der Tat einmal gesehen haben. Das ist nämlich das einzige Mal im Jahr, wo der Schweizer luschtig wird.
  • Angelika Fleckenstein, 24 März 2007: Echtzeitbeschreibung... Klasse!!! Klingt geradezu einladend!
  • avagabi, 4 Januar 2008: vielleicht geh ich ja mal mit.......
  • Kixka Nebraska, 15 Februar 2008: In Ergänzung zu Margies Beitrag hätt's von mir für Deinen Text auch gern ein doppeltes "Hilfreich" gegeben...

    :-)
  • margie, 15 Februar 2008: Ich find den Beitrag soo schöööön, wirklich mit Liebe und Herzblut geschrieben. Fasnacht gelebt. FrauMüller, du hast Dich mit dem Fasnachtsvirus infiziert.
  • VerenaAnna, 29 Mai 2008:

    Das klingt wie ein Film. Dasmöchte ich auch mal erleben.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 29 Mai 2008:

    nichts leichter als das, der nächste “Streich” ist am 2.3.2009 und wie ich soeben gelesen habe, gibt es auch schon Busreisen dahin…...

  • VerenaAnna, 29 Mai 2008:

    Ich hab mal im Allgäu etwas mit meiner damals noch sehr kleinen Tochter erlebt (die andere war grad in meinem Bauch). Das war im Dezember und da haben sie Leute, die nach der Dämmerung auf der Straße waren, mit Ruten durch die Straßen getrieben.
    Wir kamen recht spät am Hotel an und zwei dieser “Ungeheuer” sind schreiend auf mein Auto gesprungen. Mit Fellmasken verkleidet in Lederkleidung. Ich hatte eine Scheiss Angst, meine Tochter deutete nur auf sie und meinte: Tatze (Katze).
    Als ich später noch im Bett las, kamen sie über den Balkon geklettert und haben vor dem Fenster gepoltert.
    So ist diese Fasnacht aber nicht, oder?

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    FrauMüller, 29 Mai 2008:

    Nein, ich weiß was Du meinst - das gibt es auch im Schwäbischen und das finde ich auch scheußlich- steckt uralte Überlieferung dahinter und das brauche ich nicht….!!
    Die Basler Fasnacht und vor allem der Moorgestraich ist wunderschön, wie beschrieben fast meditativ und wie im Bericht beschrieben einzigartig !
    Bin dort, außer wenn ich meinen Hund nicht unterbringe und dann können wir gemeinsam geniessen…......

  • mätzli, 14 August 2008:

    Klasse geschrieben. Du hast Die Stimmung gut nachempfunden. Und, Du hast recht: Entweder man liebt die Fasnacht innigst, oder man geht ihr aus dem Weg. Das tun nicht wenige Einheimische.

    Noch eine Bitte an die Photofreunde: Bitte benutzt den Blitz nicht am Morgestraich. Es stört, und die Bilder werden nix, weil sie die Stimmung nicht wiedergeben.

    Mätzli, Seibi Clique

    siehe auch www.fasnacht.ch

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